Ein Sith Orden zur Zeit der Alten Republik

Morla Zaine Teil 4 – Wut

Theme-Song

Alles verschwamm in einem roten Nebel überschäumender Wut. Sie stand da, beobachtete wie die Gestalt das Einzige was ihr den tristen Alltag auf Tatooine versüßte auf den Speeder warf wie einen wertloses Stück Fleisch und ballte die Fäuste bis sich die Nägel in ihre Handballen gruben und Blut in dicken Tropfen auf das Stroh klatschte. Sie spürte den Schmerz kaum, er war wie eine Befreiung aus dem Käfig der Nichtsnutzigkeit.
Der Kapuzenträger hatte ihr die gesichtslose Öffnung zugewandt.
„Raaaawwr“, kam es kratzig aus ihrer Kehle, den finstersten Tiefen der sonst augenscheinlich so zartbesaiteten Seele. Sie stürmte auf ihn zu, ein wildes Funkeln in den Augen und warf sich auf ihn wie eine Furie, bereit ihm die Augen auszukratzen und sie anschließend genüsslich schmatzend zu verspeisen. Woher kam dieses züggellose Verlangen nach roher, dreckiger Gewalt?
Die Kapuze rutschte herab während sie über den Boden rollten, umhüllt von trockenem Staub, der ihr die Kehle zuschnürte, als sie in die Miene eines Mon Calamari blickte, ihre Schenkel seine Rippen zusammenpressten. Sein Mund verzog sich zu einem triumphierenden Grinsen.
„Guuuht … mach … weiter“, zischte es unter ihr. Trotz des gebrochenen Basic verstand sie die scharf akzentuierten Worte und ein Hauch von Verwirrung huschte über ihr angespanntes Gesicht. Doch er verflog so schnell wie er gekommen war.
Ihre Fäuste prasselten auf die fischartigen Züge nieder und schlugen immer wieder dumpf auf den Boden auf, er wich ihr spielend aus, der Kopf bewegte sich so schnell, dass die Bewegungen zu einem bläulichen Schimmer in der Luft verschwammen.
„Gnnnh ….hffff“, ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen, sie wusste nicht wie lange sie schon auf seinem Körper saß und ins Leere schlug. Der Schweiß rann ihr in Strömen den Hals herunter, sie wurde kraftlos, unkoordiniert. Ihr Körper erbebte wieder, ihre Hand hing heftig zitternd über seiner Kehle in der Luft. Ein rasendes Stöhnen entfuhr ihr und die Finger schlossen sich bis die aufgeschürften Knöchel hervortraten. Der Mon Calamari röchelte leise, doch seine Lippen verzogen sich nur noch mehr in diesem unerträglich verzückten Ausdruck.
Er warf sie herum, presste sie in die rissige Erde, dass ihre Schultern knackten und ihr die Luft wegblieb.
„Wusste … habe … gespürt … nur … Spielzeug … wegnehmen.“ In ihren Ohren ergaben die Worte keinen Sinn. Noch nicht.
„Komme … wieder … bald.“ Schwungvoll sprang der Mann auf die Beine, sein Umhang flatterte unter der Drehung. Die Aura von erdrückender Schwere gepaart mit diesem süßen ungebändigten Verlangen ließ sie noch erstickt zurück, als die Beschleunigung des Speeders verhallt war und er längst über die nächste Sanddüne raste, zusammen mit dem was sie ihre Liebe genannt hatte.

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