Ein Sith Orden zur Zeit der Alten Republik

Morla Zaine Teil 3 – Verlust

Theme-Song

„Morla!“, hallte es über den Hof die Stimme der jungen Frau klang fast schon hysterisch. Die Sklavin eilte ihr nach und fand sie in den Ställen der Banthas zwischen Mist und ausrangierten Pflügen. Eine Umgebung in die sie selbst passte, aber nicht ihre Herrin. Herrin und Geliebte.
Über die Jahre hinweg hatte sie sich daran gewöhnt sie zumindest in Gedanken so zu nennen, obwohl die Verstörung und die Zweifel jenes Morgens nie ganz verschwanden. Manchmal fand sie sich ohne Einfluss wieder auf die Dinge die sie tat, die sie miteinander taten.
So wie jetzt, als sie sich atemlos den Weg zu ihr bahnte und ihr in einem Anfall wilden Übermutes die Lippen aufdrückte. Sie spürte plötzlich eine solche innere Aufgewühltheit, dass sie ihrer Vertrauten einfach nur Nahe sein wollte. Doch die zog den Kopf zurück und ihre Miene verzerrte sich in derselben Anspannung, die Morla bereits spürte.
„Morla“, begann sie wieder mit einem leichten Zittern in der Stimme und kam wie gewohnt ohne Umschweife zur Sache, „Vater will dich verkaufen. An einen Reisenden. Wir haben beim letzten Tuskenangriff viel verloren. Er kommt noch heute, holt dich ab. Du …“, sie stockte, schluckte, sprach immer leiser und fuhr der Sklavin zärtlich durch das ungekämmte Haar, „…wirst ein Geschenk für seinen Arbeitgeber. Einen Hutten.“
Ein Moment der bedrückendsten Stille die sie je erlebt hatte. In ihrem Kopf rasten Bilder von einem wulstigen schleimigen Körper vorbei, von Mädchen mit Stahlketten an Beinen und Armen, Bilder die sie nie gesehen hatte. Der Schmerz an ihrer Schläfe war stärker den je und das obwohl sie ihn nahezu jedes Mal spürte wenn sie mit ihrer Geliebten zusammen war. Eine Flut an Emotionen brach über sie herein, doch sie schien nicht aus ihrem Inneren zu kommen, sondern von der Frau auszugehen, die mit brechender Stimme liebevoll über ihre Wange streichelte.
„Ich konnte ihn nicht umstimmen. Ich kann es nicht verhindern. Wünschte ich könnte … könnte sie alle…“ Die Hand legte sich auf Morlas Kinn, zog sie heran, eine Zunge drängte in ihren Mund, ihre eigene bewegte sich ohne ihr Zutun, Tränen rannen über ihre Wangen, doch obwohl ihre Augen brannten kamen sie aus denen der Herrin.
Während sie die Arme umeinander schlungen, die Finger in die Kleidung der Anderen krallten, im wildesten Zungenspiel vereinigt hörten sie bereits das Brummen des herannahenden Speeders. Sand wirbelte ihnen in die Gesichter, die ohnehin schon geröteten Augen, eine Gestalt in schwarzer Kutte schwang sich von dem Gefährt, das über dem spröden Wüstenboden schwebte und näherte sich gemessenen Schrittes. Sie verlor keine unnötigen Worte. Schien unbeeindruckt von den beiden Frauen, die noch immer keine Anstalten machten sich zu trennen, noch immer eng aneinander geschmiegt in diesem nicht enden wollenden letzten Kuss versanken. Packte ihren Besitz grob an den Haaren, riss ihn von der Farmerstochter los und warf Morla wie einen Sack über die Schulter.
Übergroße schwarze Augen blitzten hämisch unter der Kapuze hervor, fixierten die junge Frau, deren Körper so sehr erbebte, dass man meinen könnte die Luft um sie herum würde flimmern und deren feine Züge eine Fratze aus hilfloser Raserei entstellte.

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