Ein Sith Orden zur Zeit der Alten Republik

Kanja Velar – Teil 1

Ort: Belkadan
Zeit: Nachts

Sie hatte von diesen Wesen gehört und musste sie unbedingt sehen. Mit etwas Glück könnte sie ein Erinnerungsstück mitnehmen. Es war ihr klar das diese 140 Kilogramm schweren Raubtiere keine Hauskätzchen waren, sie wollte sie ja auch nicht mit nach Hause nehmen.
Kanja wusste das ihr Begleiter dachte sie hätte einen Vollschaden. Wie konnte ausgerechnet sie zum Zifferagenten aufsteigen, wie konnte sie sich so gut mit Mechanik auskennen und eine einen Blaster soweit auseinander nehmen das die wirklich sinnvollen Teile wunden schneller flickten als ein “Sanitäter” seinen Kram auspackte. Es lag ihr einfach. Nie fiel es ihr schwer.
Ihre letzte Tattoowierung hatte sie vor 2 1/2 Jahren bekommen als sie dem Gesuch ihres Ausbilders nachkam den Schritt zum Zifferagenten zu wagen.
Diese Ausbildung war jetzt abgeschlossen und es war eigentlich Zeit für eine neue Tattoowierung.

“Agent K-1208 habt Ihr das auch gehört?” Das Zittern in seiner Stimme lies sie schmunzlen. Was für ein Weichei. Er konnte Leuten ohne probleme ein Loch in den Kopf schießen aber vor großen Viechern mit langen Zähnen hatte er Schiss.
Immernoch fragte sie sich warum ausgerechnet sie mit diesem Idioten rumlaufen musste. Er war genauso wenig machtbegabt wie sie selbst, doch sie war immerhin nicht so hohl, obwohl er das sicherlich dachte.
“K-1208?” Er drehte sich um…
und stand alleine da. “K-1208! Scheiße, verdammte Scheiße.” Mit zitternden Händen öffnete er die Schnalle die seinen Blaster am Gürtel hielt. Vorsichtig ging er rückwärts bis sein Rücken den Baum berührte.
Er hasste diesen Planeten und er hasste es das gerade er die Bekloppte zugeteilt bekommen hatte. Noch immer verstand er nicht wie sie es geschafft hat alle so zu beeindrucken.
Über ihm raschelte es, er hob den Kopf und schaute in die kalten, leblosen Augen des Rotkammpuma.
“VERDAMMT!” Die Blastersalve die er wild in den Baum abschoss beeindruckte das Tier nicht die geringste Spur, beim ersten Schuss sprang es vom Ast, drehte sich galant und landete auf den Hinterpfoten.
“Was soll das denn?!” Völligst verwirrt stand er da und starrte auf das Tier.
Kanja lachte laut und hellend.
“Wie bescheuert du guckst… und du willst ein Kopfgeldjäger sein. Ich will gar nicht wissen wie es in deiner Hose aussieht. Trocken ist da bestimmt nichts mehr.” Ihr Ton war abwertend und ohne jegliches Gefühl.
Langsam ging sie auf ihn zu, während er mit dem Rücken am Baum hinabrutschte und im Gras sitzen blieb.
Als sie vor ihm stand erkannte er das sie das Tier bereits getötet und gehäutet hatte. Kanja passte mit ihren 160 cm genau in die Fellhülle hinein. Das frische Blut klebte an ihrem Körper und lies ihn im nächtlichen Licht schwarz schimmern.
Sie musste das Tier mit einem Fernschuss betäubt und dann den Bauch mit ihrer Energieklinge geöffnet haben.
Rattataki waren nicht gerade sein Typ aber wie sie da so nackt vor ihm stand, nur mit dem Fell um ihre Schultern, mit Blut beschmiert hatte sie dieses gewisse etwas.
“Hol meine Ausrüstung und lass uns zurück fliegen. Ich muss das Fell säubern bevor mir das ganze drecks Blut alles kaputt macht.”
“Jawohl K-1208.” Er rappelte sich verlegen auf, überragte sie nun wieder um gut 2 Köpfe, räusperte sich und schob sich an ihr vorbei.
“Männer…”
Kanja strich sich das Fell von den Schultern und schlenderte zum Schiff, für sie war es ein erfolgreicher Abend… auf ganzer Linie.

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