Ein Sith Orden zur Zeit der Alten Republik

Morla Zaine Teil 2 – Leidenschaft

Theme-Song

Die Hitze legte sich über die Lehmbauten wie ein schweres Tuch, drang durch die runden Fensteröffnungen bis zu der schmalen Koje in einer Ecke, auf der sich die Sklavin im Schlaf wälzte. Ihre Finger berührten immer wieder ihre Lippen, der Rücken wurde durchgebogen und hob den Bauch von der Binsenmatte, das dicke Haar kratzte daran, wenn sie den Kopf zur Seite warf in dem es schmerzhaft pochte. Ein dumpfes Pochen, wie wenn man zu lange geschlafen hatte, unangenehm aber auch irgendwie gezuckert.
Vor ihrem inneren Auge zogen Bilder vorbei, die noch viel intensiver waren als die Szene im Spiegel, die ihr den Schweiß auf die Stirn trieben und ihre Haut brennen ließen. Ihre Herrin beugte sich über sie, hauchte ihr einen Kuss auf die trockenen Lippen, fuhr mit einem Finger ihr Schlüsselbein nach, plötzlich packte eine Hand ihre Brust und massierte sie begehrlich während die Zungenspitze in ihrer Halsmulde spielte – Morla schlug die Augen auf, der Blick noch benebelt vom süßen Traum und sah sich dem Gesicht ihrer Herrin gegenüber. So dicht, dass sie ihren Atem auf ihren Wangen spüren konnte, genauso wie sie es sich ausgemalt hatte und als wäre das Mädchen in ihrem Kopf befeuchtete es ausgiebig die Lippen mit der Zunge und benetzte Morlas damit.
Und dann wiederholte sich das Spiel. Nur, dass es sich diesmal echt anfühlte.
Sie konnte die Berührungen spüren, konnte ihr überraschtes Keuchen hören, konnte Riechen wie die Luft im Raum stand, getragen von dem süßlich schweren Duft ihrer Erregung. Fingerspitzen krabbelten ihren nackten Bauch hinunter, fuhren zwischen ihre leicht geöffneten Beine, umkreisten mit sachtem Druck und quälend langsam den schimmernden Fleck ihrer Nässe.
Morla wusste immer noch nicht, ob sie sich alles nur einbildete, aber irgendetwas zog sie tiefer, war es nun Wahnsinn, Verlangen oder ein Traum aus dem sie nie wieder aufwachen wollte und gleichzeitig merkte sie wie etwas an ihren Schläfen hämmerte als würde es heraus wollen, der Schmerz wurde immer stärker.
„Kämpf nicht dagegen an“, säuselte es verführerisch an ihrem Ohr, untermalt von einem zarten Biss. Sie knetete die empfindliche Haut mit den Zähnen unter der das Blut rauschte und in den Kopf jagte.
Es kitzelte an ihrem Nabel, die Hand legte sich auf ihren Bauch, schob sich Zentimeter für Zentimeter unter ihre Wäsche und mit einem Schlag löste sich die ganze Anspannung.
Morla zerfloss in einem Meer von Sinnlichkeit, umschloss den fremden Körper mit den Beinen, nahm sie gefangen und gab dem Drang nach sie zu berühren, überall, an jeder Stelle die sie erreichen konnte, es gab nichts mehr als fühlen, riechen und schmecken. Dumpf raste es immer wieder durch ihren Kopf, dass ihr das nicht ähnlich sah, dass irgendetwas falsch war, eine fremde Stimme sie in ihren Bann zog, die nur Leidenschaft sprach.
Vollkommen nebensächlich was sie dazu verleitete, es zählte nur der Moment.
Druck baute sich in ihrer Mitte auf, ihr ganzer Körper triefte vor Schweiß, das Haar klebte am Kopf. Als die ersten ekstatischen Wellen über ihr einschlugen, steigerten sie die Hitze nur zu einem Brennen und das unsägliche Verlangen zu einem Fieberwahn. Sie wollte mehr, immer mehr, ihre Herrin an sich pressen und spürte gleichzeitig wie sie wieder zu Verstand kam, sich der Nebel langsam lichtete.
Als der bunte Schleier sich verzogen hatte lag sie allein da. Verlassen auf der Binsenmatte, nackt im feuchten Abdruck ihres Schweißes und ihrer Säfte.
Die Sonne stach ihr in die Augen, plötzlich kehrte der Schmerz zurück, als hätte ihr jemand einen Nagel in den Kopf getrieben, würde ihr ohne Betäubung einen Shunt einsetzen. Wie im Schüttelfrost zitternd rollte sie sich auf den staubigen Boden, der Sand klebte an ihrer Haut und hüllte sich in die dünne Leinendecke ein.

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